Reisebericht Namibia

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Düne im  Sossusvlei
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Düne im Sossusvlei

Ein richtiges Buch hat ein Vorwort.

Bei den Eindrücken und Erfahrungen, die ich hier beschreibe, handelt es sich um das, was ich während der Reise niedergeschrieben habe.

Es ist kein Erinnerungsaufsatz nach Abschluss der Reise. Ich tippe meine Urlaubsnotizen wörtlich ab und versuche so einen umfassenden Eindruck eines traumhaften Landes zu vermitteln, das wir vom 8. August bis 17. August 2006 erleben durften.






Ankunft Windhoek - Rehoboth - Lake Oanob Resort - 114km

Am 8. August 2006 beginnt unsere Reise mit einem etwa 11.000 km langen Flug. Nach einer langen Nacht kommen wir schließlich in Johannesburg an. Da wir einige Gepäckstücke haben, bin ich etwas nervös, ob auch alles den Weg von Stuttgart via London nach Johannesburg gefunden hat. Doch manchmal werden böse Vorahnungen wahr - das vierte Gepäckstück fehlt. Was bleibt uns anderes übrig als nachzufragen und zu hoffen, dass es doch noch auftaucht. Es handelt sich um unser Zelt und die Campingausrüstung. In meinem Kopf entsteht schon das Szenario einer Reiseverzögerung... Wir haben jedoch das Glück auf unserer Seite und kurze Zeit später ist die Ausrüstung gefunden. Nach einem weiteren Flug erreichen wir endlich nach 22 Stunden Reise Windhoek.

An dem kleinen Provinzflughafen Windhoek werden wir von der afrikanischen Sonne begrüßt. Es weht ein angenehmer, trockener Wind. Der Himmel ist tiefblau und es scheint uns, als hätten wir noch nie einen derart riesigen Himmel gesehen. Ich bin überrascht, dass der Flughafen so klein ist - ein Wüstenflughafen. Gleich neben dem Rollfeld beginnt die braune Weite. Die fröhlich im Wind winkenden saftig grünen Palmen am Flughafeneingang wirken etwas deplaziert zwischen all dem Braun. Nachdem wir das Gepäck im viel zu kleinen Kofferraum unseres Mietwagens - einem Toyota Tazz - verstaut haben, fehlen nur noch die finanziellen Mittel zum Reisestart. Doch am Flughafengeldautomat bekommt man nur mit der Visa-Card Bares. Nach unseren Informationen ist Geldabheben aber nur am Flughafen möglich und so ist uns etwas unwohl. Völlig mittellos machen wir uns auf den Weg nach Windhoek durch endlos erscheinende hügelige Steppe - die ersten Kilometer auf afrikanischem Boden. Die Hauptstadt Namibias entpuppt sich im ersten Moment als kleines Nest mit einer Hauptstraße als Zentrum. Die hier bewässerten Grünanlagen stehen in leuchtendem Kontrast zum endlosen Himmel und die Palmen geben uns endgültig die Gewissheit im Urlaub zu sein. Zu unserer großen Erleichterung bekommen wir in Windhoek ohne Probleme Geld in ausreichender Menge. Wir fühlen uns nicht wohl in der Stadt, der Linksverkehr macht uns zu schaffen und in jedem Schwarzen sehen wir einen potentiellen Verbrecher.

Am Oanob-Stausee
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Am Oanob-Stausee

Also lassen wir Windhoek schnell hinter uns und fahren Richtung Rehoboth durch immer kahle gelb-braune Landschaft - Wüste. Wir kommen gut voran; die Straße ist asphaltiert. Immer wieder erscheinen bizarre Bergformationen in der endlosen Ebene. Plötzlich sitzen direkt an der Straße einige Paviane. Wir haben nicht erwartet, so kurz nach der Ankunft auf Tiere in freier Wildbahn zu stoßen. Ich bin hingerissen von dem Wechsel weiter Ebenen und plötzlich auftauchender Hügelketten sowie dem Spiel der Farben unter tiefblauem Himmel. Schließlich erreichen wir die Abzweigung zu unserer ersten Übernachtung am Stausee Oanob ca. 90km südlich von Windhoek nahe Rehoboth. Die Landschaft am Lake Oanob ist wunderschön. Der Tag neigt sich so langsam dem Ende. Dies ist unsere erste Gravel Road, die ich mit ungutem Gefühlt entlang fahre. Nichtsahnend, dass es in den nächsten Tagen völlig normal sein wird, auf solchen Straßen zu fahren - und zwar nicht nur sehr langsam.

Im Lake Oanob Resort werden wir sehr freundlich empfangen. Nachdem unsere Bedenken bezüglich Malaria und Insekten lachend ausgeräumt werden - es ist doch Winter und viel zu kalt (24 Grad) - wohnen wir zu unserer Freude direkt am See in einem Schilfdachhaus. Bis zum Sonnenuntergang machen wir einen kleinen Spaziergang entlang des Sees. Unser erstes afrikanisches Abendessen genießen wir in einer Schilfdachanlage - trotz Winter - unter freiem Himmel. Der Blick auf den See ist wunderschön. Die Grillen zirpen. Der Fast-Vollmond erscheint uns unendlich hell. Wir sind angekommen in der Natur Afrikas.

Rehoboth - Namib Naukluft Park - Sossusvlei - 359km

Borstenhörnchen am Straßenrand
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Borstenhörnchen am Straßenrand

Am nächsten Morgen genießen wir das morgendliche Lichtspiel am See und machen uns zeitig auf den Weg zur Sossusvlei. In Rehoboth füllen wir in einem winzigen Supermarkt unsere Vorräte auf: Getränke, Obst und Kekse. Dabei stellen wir fest, dass Kartoffeln einzeln in Frischhaltefolie verpackt sind. Mehl und Zucker hingegen bekommt man nur im 5kg oder 10kg Sack. Auf das Tanken haben wir in Rehoboth verzichtet, da wir abends in der Sossusvlei tanken wollen.
Die Luft ist hier unglaublich trocken. Nase und Augen beginnen ganz plötzlich zu laufen. Die Schleimhäute sind überreizt. Wasser bekommen wir heute nur in den Trögen der Rinderfarmen zu sehen. Die geteerte Straße haben wir längst verlassen und außer Gravel-Roads durch völlig trockene Landschaft werden wir die nächsten Tage auch nichts zu Gesicht bekommen. Immer wieder entdecken wir Affen, Erdhörnchen und Antilopen. In dieser Gegend sehen wir Nester der Webervögel. Diese umbauen manchmal ganze Bäume mit ihren Nestern, so dass diese beinahe zusammenbrechen. Im Verlauf des Tages begegnen wir Tokos und sogar einem Leguan mitten auf der Straße. Die Gegend zwischen Rehoboth und der Sossusvlei ist Farmland. Es gibt sehr viele Schaf- und Rinderherden, die alle auffallend gut genährt sind.

Durch Berge und Ebenen in unterschiedlichsten Braunfarbtönen geht unsere Fahrt. Dazwischen liegen endlose Weiten. Das europäische Auge ist eine solche Weite überhaupt nicht gewohnt. Alles erscheint uns grenzenlos. Es ist warm, ein leichter Wind bläst, das gelbe Gras raschelt und wogt wie ein Ozean...

Schließlich erreichen wir nach langer, staubiger aber abwechslungsreicher Fahrt Sesriem im Namib Naukluft Park und damit den Rand der Sossusvlei. Wir haben keinen Campinglatz reserviert. Wie zu erwarten war, ist der Platz ausgebucht. Wir können aber im sogenannten Overflow Campingplatz unser Zelt aufschlagen. Dieser befindet sich etwas außerhalb im Wüstensand. Da es früher Nachmittag ist, fahren wir die 65 km in die Wüste hinein. Eine Traumlandschaft eröffnet sich uns: Kameldornbäume, Düne an Düne und immer wieder Antilopen. Am 4x4 Parkplatz laufen wir los durch den tiefen, roten Sand. Wir sind erstaunt über den relativ dichten, vielfältigen Pflanzenwuchs mitten in der Wüste. Da es aber Anfang des Jahres in der Sossusvlei geregnet hat, sind noch Wasserreste sichtbar. Selbst hier gibt es viele Tiere - zumindest ihre Spuren. Soweit das Auge reicht - nichts als roter Sand. Zur Krönung des Tages erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang inmitten von Dünen und Akazien.

Bei Dunkelheit kommen wir im Camp an. Wir müssen uns beeilen, da das Tor geschlossen wird. Doch dann kommt die böse Überraschung: es gibt kein Benzin und kein Essen. Anscheinend gibt es erst am Samstag wieder Benzin - vielleicht. Wir überlegen hin und her, ob wir die Strecke zur Sossusvlei und den Weg bis Solitaire zur Tankstelle schaffen können. Alles Grübeln hilft jedoch nichts. Es bleibt uns zunächst nur, unser Regenschirmzelt aufzubauen und einzurichten. Nun nehmen wir unser reichhaltiges Abendessen, bestehend aus Bananen und Keksen, zu uns.
Da unser Zeitplan aber nur diesen einen Tag in der Sossusvlei vorsieht, beschließen wir die Tour durchzuführen. Der Blick in die strahlende Milchstraße über der Wüste lässt uns das Benzinproblem ein wenig vergessen. Leider wird es verdammt kalt. Eine Antilope läuft direkt am Zelt vorbei und sucht im Sand nach etwas Essbarem. Aus dem Flugzeug haben wir noch eine kleine Flasche Gin. Diese genießen wir zum Ausklang eines wunderschönen Tages.

Hinweis: Den Sesriem Campingplatz sollte man unbedingt einige Monate im Voraus buchen. Ansonsten kann man aber auch problemlos in der Wüste zelten.

Sossusvlei - Solitaire - Rostock Ritz Berge - 229km

Vertrocknete Kameldornbäume im Deadvlei
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Vertrocknete Kameldornbäume im Deadvlei

Ich hätte nicht gedacht, dass die Nacht in der Wüste so wahnsinnig kalt sein würde. Da hilft auch das Zwiebelprinzip nicht... Ich bin so froh, als wir endlich wieder aufstehen können, und fiebere der Wüste und vor allen Dingen der wärmenden Sonne entgegen. Um 5.30Uhr geht es endlich los. Wir sind das zweite Auto am Gate.

Im Auto können wir uns ein wenig aufwärmen, bis wir im 4x4 zur Sossusvlei gefahren werden. Die Stimmung ist wunderschön und der Sonnenaufgang atemberaubend. Damit uns endlich warm wird, erklimmen wir die etwa 200m hohe Sossusvlei Düne am Rande des Vleis. Ein grandioser Ausblick eröffnet sich über das Dünenmeer und die dazwischenliegenden Vleis im kühlen Licht des Sonnenaufgangs.

Völlig verrückt erscheint es uns, dass es in dieser absoluten Trockenheit Käfer und Eidechsen gibt. Sogar Blumen blühen mitten im Sand. Eine der Salzpfannen führt noch ein wenig Wasser. Während wir immer wieder kiloweise Sand aus unseren Schuhen schütten, erreichen wir schließlich die Dead Vlei.

Die Dead Vlei präsentiert sich uns als surreale Landschaft. Inmitten der roten Sanddünen liegt eine weiße Lehmsenke in der die Skelette unzähliger verdorrter Akazien stehen. Der Boden ist zu ungleichmäßigen fünfeckigen Platten ausgetrocknet, die sich an den Rändern nach Oben biegen. Das alles steht im Kontrast zu einem leuchtend blauen Himmel. Dali hätte seine Freude daran.

Wir sind die einzigen an diesem frühen Morgen. Jeder Baum fasziniert uns aufs Neue. Die Fotokamera glüht...Mittlerweile ist es sehr warm geworden und die eiskalte Nacht längst vergessen. Es entsteht eine leise Ahnung in mir, wie die Luft im Sommer über dem sengenden Kessel flimmert und alles Leben austrocknet. Als wir uns schließlich nach eingen Stunden in die Dünen setzen und die Aussicht genießen, sucht immer wieder der Nebeltrinkerkäfer den Schatten unserer Körper. Da wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, dass er harmlos ist, wird uns das Sitzen ungemütlich. Der außergewöhliche Name des Tieres kommt daher, dass die Namib auch als Nebelwüste bezeichnet wird. Die feuchten, morgendlichen Nebel des Atlantiks ermöglichen hier Leben inmitten der Wüste.

Zurück im Wüstencamp heißt es erst einmal waschen und den Sand loswerden. Es gibt leider immer noch kein Benzin. Vielleicht morgen... oder auch nicht. Wir packen unser Staubzelt ein, worauf wir uns noch einmal waschen müssen. Nachdem wir über 36 Stunden nichts gegessen haben, besuchen wir die Bäckerei des Camps. Kaffee - kein Problem. Brot: naja, nur die Anschnitte - (sie will diese eben wegwerfen) also Müll. Auf unsere Nachfrage streicht sie ein wenig Butter darauf und belegt sie mit je zwei Tomatenscheiben. Mir graut innerlich. Alles ist eklig. Ich denke an Durchfall. Aber der Hunger siegt. Jeder Deutsche stellt sich hier die Frage: weshalb wird nicht gebacken? Da ist es auch egal, ob alle Leute nach Brot fragen. Aber genau aus diesem Grund machen wir schließlich Urlaub in Afrika und nicht in Deutschland. Etwas erstaunt sind wir, als sie doch tatsächlich noch 10 N$ für die Brote haben will. Über viele Holpersteine - diese Gravel-Road ist besonders schlecht - erreichen wir endlich eine Tankstelle. Aber leider sind hier weder Mensch noch Benzin. Uns ist ziemlich unbehaglich zumute.

Ausblick vom Rostock Ritz
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Ausblick vom Rostock Ritz

Aber nach einigen Kilometern erreichen wir Solitaire, bekommen Benzin, kaufen Biltong und - Streuselkuchen. Wer hätte das gedacht, dass wir einmal mitten in der Wüste deutschen Streuselkuchen essen würden. Leider ist Solitaire auch der erste Ort, an dem wir Touristenbussen begegnen und die Namibier unfreundlich sind. Die vielen Menschen sind uns unangenehm. Offensichtlich haben wir uns bereits nach dieser kurzen Zeit in Namibia an die Einsamkeit gewöhnt.

Mit vollem Tank und Magen geht es weiter durch endlose Steppe der Sonne entgegen. Die Berge haben wir schon lange hinter uns gelassen und nähern uns wieder den Ausläufern der Namib Wüste. Schließlich erreichen wir den südlichen Wendekreis im warmen Licht der Abendsonne. Dort erfahren wir, dass es die nächsten 200km außer Camping - darauf haben wir keine Lust - keine Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Wir beschließen zu einem B&B zurückzufahren, dessen Werbeschilder wir auf der Strecke gesehen haben. Die Rostock Ritz Desert Lodge erinnert eher an eine Bunkersiedlung in einem Kieswerk als an eine Lodge. Doch der äußere Anblick täuscht. Für uns ist dies die schönste Lodge während unseres gesamten Urlaubs. Der Blick vom Zimmer gleite auf die Wüste, ein Wasserloch liegt vor dem Fenster und der Sonnenuntergang.... Wir essen überbackene Austern, Strauß und Oryx. Hier lässt es sich verweilen.

Rostock Ritz Berge - Kuiseb-Pass - Walvis-Bay - Swakopmund - 225km

Nach einer erholsamen Nacht in der Wüste der Rostock Berge können wir sehr früh morgens in der Ebene die seltenen Hartmann Bergzebras entdecken. Doch leider sind sie sehr weit weg. Nach einem herrlichen Frühstück genießen wir den Blick vom Pool über die Wüste. Ich denke, ich kann mich zu der Bemerkung hinreißen lassen, dass dies sicherlich der exklusivste Pool Namibias ist. Unser Tagesziel heute ist Swakopmund und bis dahin sind es noch einige Kilometer. Die Piste wird immer schlechter. Und auch die Sicht - überall Smog. Wie wir erfahren haben, brennen die Nachbarländer ihre Felder ab. Es gibt keinen Wind und es ist heiß. Sobald wir einem Auto begegnen, steht die Staubwolke kilometerweit in der Luft. Bisher hat sie sich durch den leichten Wind immer schnell wieder aufgelöst. Wir riechen den Staub und schmecken ihn im Hals und können kaum schlucken. Er kriecht in jede Pore der Haut. Eine solche Trockenheit ist kaum vorstellbar. Ich habe das Gefühl,dass ich verschrumple.

Wüste pur - die Skelettküste
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Wüste pur - die Skelettküste
Ganz plötzlich wird die Landschaft bergig. Der Kuiseb-Pass ist erreicht. Tolle Felsformationen erheben sich in der gelben Weite. Immer wieder sehen wir Antilopen. Die Farben gehen von grün/gelb über gelb zu braun/gelb. So viele Farbnuancen sieht man selten. Je weiter wir fahren desto trockener wird es. Selbst das Gras und die Büsche verschwinden nach und nach. Es gibt nur noch beige-grauen Sand. Und plötzlich - wie aus dem Nichts - ... der Atlantik. Meer und Wüste grenzen direkt aneinander. Dazwischen trotzt der Mensch dem Ozean und der Wüste Walvis Bay und Swakopmund ab.

In Walvis Bay stehen die Häuser direkt am Wüstenrand und am Meer. Nur Zäune versuchen den Sand von der Straße abzuhalten. Im Atlantik baden Flamingos, Robben, Fische und sogar ein Pelikan. Nach weiteren 30km erreichen wir Swakopmund - eine quirrlige, hübsche Stadt. Hier haben wir das erste Mal das Problem, dass wir nicht vorreserviert haben. Doch mit Hilfe der netten und äußerst hübschen Bevölkerung finden wir auch hier noch ein Dach über dem Kopf. Unser Hotel ist das Hansa Hotel.

Wir füllen im großen Supermarkt Swakopmunds unsere Vorräte auf. Im Vergleich zu unseren bisherigen Einkaufsmöglichkeiten erschlägt uns das Angebot beinahe. Dennoch können wir keinen Wein bekommen. Der wird nämlich nur von Montag bis Freitag verkauft. Ansonsten ist diese Abteilung geschlossen.

Die Stadt erscheint uns wie das Paradies: Wir flanieren entlang schöner Cafés und Souvenierläden die zum Bummeln einladen sowie über einen Markt. An der Strandpromenade gibt es einen bewässerten Rasenstreifen gesäumt von riesigen Palmen und tropischen Blüten. Der Strand mit seinem roten Leutturm und der herrlich feuchten Luft in Nase und Hals lassen uns die Trockenheit rasch vergessen. Swakopmund ist eine sehr deutsche Stadt. Von der deutschen Markenbutter über Krapfen bis hin zu deutschen Zeitungen kann man alles bekommen. Sogar ein "Brauhaus" fehlt nicht. Überall liest man deutsche Straßennamen und trifft auf die alten Gebäude der damaligen Zeit.

Swakopmund - Cape Cross - Damaraland - Khorixas - 394km

Heute ist die Überraschung groß: Es ist kalt, grau mit etwas Sprühregen. Für unsere Verhältnisse kann man das zwar kaum als Sprühregen bezeichnen. Es ist mehr so ein Hauch von Feucht. Dies ist der allmorgendliche Nebel, dem die Namib den Namen Nebelwüste zu verdanken hat.

Nach einem üppigen Frühstück im Hansa Hotel starten wir unsere Tagestour entlang der Skelettküste Richtung Cape Cross. Nach den letzten Häusern beginnt sofort wieder die Wüste; grau und eintönig ohne Leben. Meer und Wüste stoßen direkt aneinander und dennoch kann kein Leben existieren. Die Skelettküste trägt ihren Namen zurecht. Hat man als Schiffbrüchiger Land erreicht, steht man in der Wüste - ein völlig gegensätzlicher aber dennoch lebensfeindlicher Raum. Lebensfeindlich? Das stimmt gar nicht. Auch die Wüste lebt und hat eine unglaubliche Pflanzenvielfalt. Durch den Wasserhauch kann man buchstäblich sehen, wie lebende Steine und viele andere bodenbedeckende Pflanzen wachsen.

Hererofrau mit Kindern
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Hererofrau mit Kindern

Zum Betrachten steigen wir beide aus und ich schließe wie immer pflichtbewusst alle Türen zu. Nur diesmal steckt der Schlüssel im Auto und das mitten in der Wüste. Das ist ein Schreck! Ein Fenster ist zum Glück einen Spalt breit offen. Mit dem Riemen der Fotokamera und einem Holzbrett, das ich in der Wüste gefunden habe, können wir die Scheibe wieder runterkurbeln und gelangen so schließlich glücklich an den Schlüssel!

Entlang des Atlantiks fahren wir auf einer sehr guten Gravel-Road. Der Sand ist von der Sonne so gebacken, dass die Straße schon fast einer Geteerten entspricht. Wie sehen Salzwüsten und Sandeinöde. Manchmal könnte man meinen, man befindet sich auf dem Mars oder dem Mond. Schließlich erreichen wir Cape Cross. Im Meer tummeln sich Tausende von Robben, die Felsen sind lückenlos belagert. Das Geschrei der Tiere - es klingt wie das Schreien von Schafen - beherrscht die Atmosphäre und der stechende Geruch tut sein Übriges. Es ist ein unbeschreibliches Schauspiel: manch kleiner Revierkampf, manch verlegenes Kratzen und manch tollpatschiges Weghumpeln - es gibt immer etwas zu sehen. Getrennt durch eine Mauer können wir uns vorsichtig bis auf wenige Meter nähern und sogar ein Muttertier beim Säugen ihres Kleinen aus nächster Nähe beobachten. Die alten Bullen liegen faul auf ihren persönlichen Felsen und verteidigen diese geifernd gegen andere Anwärter. Sogar die Jungtiere beißen sich eifrig durch. Das Schauspiel verschlägt uns in jeder Hinsicht den Atem. Einige tote kleine Robben entdecken wir ebenfalls und der Schabrackenschakal lauert bereits in der Nähe und hofft auf gute Beute. Wenn man Glück hat, weht der Wind vom Land aufs Meer und man kann sich das Geruchserlebnis ersparen.

Gravel road im Damaraland
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Gravel road im Damaraland

Jetzt geht es zurück durch die Wüste. Der unausstehliche Geruch der Robben hängt uns immer noch in der Nase. Ansonsten ist von Feuchte und Wind nichts mehr zu spüren. Die Trockenheit hat uns wieder. Doch plötzlich wird aus dem Grau der Wüste ein gelb, orange, braun Ton. Es wachsen wieder Pflanzen. Das Leben kehrt zurück. Es ist äußerst faszinierend diese Verwandlung zu beobachten.

Nach einigen Kilometern erreichen wir das Damaraland. Die Landschaft ist ein Traum - vielleicht die schönste Gegend Namibias. Wir sehen jetzt erstmals die Ast-Lehm-Hütten der Schwarzen. Je nördlicher wir kommen, desto dichter ist das Land besiedelt. Wir begegnen einer Hererofrau mit ihren Kindern. Sie sind bildhübsch. Wir geben ihnen Wasser und Süßigkeiten. Ich mache dafür ein paar schöne Fotos. Wasser dabeizuhaben ist immer wichtig, weil man hier viel verschenken kann und soll. Wir sind immer wieder beeindruckt, dass die Menschen, die ja im Busch leben, in blütenweißen, gebügelten Hemden am Straßenrand stehen.

So langsam kommen wir in die Savanne. Theoretisch kann man hier Elefanten begegnen. Immer häufiger sehen wir die interessante Architektur der Termiten. In der Dämmerung erreichen wir endlich das Camp von Khorixas. Zum Glück gibt es freie Bungalows für uns. Allerdings kann man dieses Camp nicht wirklich empfehlen. In nächster Umgebung hätten wir noch andere Unterkünfte finden können. So schlau ist man aber erst hinterher. Das Abendessen mit Schnecken und Oryx-Antilope entschädigt aber die Umgebung.

Khorixas - Petrified Forest - Etosha Nationalpark - 367km

Giraffen in der Glut der untergehenden Sonne
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Giraffen in der Glut der untergehenden Sonne

Nach dem Frühstück brechen wir zum versteinerten Wald auf. Auf dem Weg dorthin durchqueren wir viele ausgetrocknete Flussbetten. Am Rand eines der Flussbetten können wir sogar ein Chamäleon beobachten. Der versteinerte Wald ist schon faszinierend, wenn man bedenkt, wie alt diese Bäume sind. Vor allen Dingen, wenn man die vermeintlichen Holzstücke anfasst und spürt, dass es wirklich Stein ist. Leider ist der Wald für uns dennoch alles andere als lohnend und den Umweg nicht wert.

Dafür sehen wir aber die Welwitschia Pflanze. Eine Schönheit ist sie nicht. Aber gesehen haben sollte man sie. Auf dem Rückweg kommen wir an vielen Ziegen- und Rinderherden vorbei und auch wieder an den Hütten der Schwarzen. Einige Eselskarren begegnen uns ebenfalls. Die Landschaft ist sehr baumreich. Das gelbe Gras ist einem eher Rötlichen gewichen.

Auf einer geteerten Straße nähern wir uns nun rasch dem Etosha Nationalpark. Ich habe etwas Bedenken, ob wir eine freie Unterkunft in der Nähe finden werden. Ich weiß, dass im Park bereits alles ausgebucht ist. Einige Kilometer vor dem Tor beziehen wir das Etosha Safari Camp, eine sehr lohnende Übernachtungsmöglichkeit nur etwa 2km vom Gate entfernt! Wir wohnen in einem stabilen, komplett eingerichteten, sehr geschmackvollen Zelt. Nachdem uns noch 3 Stunden verbleiben bis die Gates des Etosha geschlossen werden, fahren wir in den Park.

Unsere erste Tierbegegnung: Zebras. Wir entdecken sie kurz nach dem Gate. Ich habe nicht damit gerechnet, sofort eines der größeren Tiere sehen zu können. Ich dachte, wenn man Glück hat, kann man sie sehen... irgendwo weit weg. Aber so nah...Auch viele Springböcke können wir beobachten. Und das alles bereits auf der Hauptanfahrtsstrecke vor Okaukuejo, wo wir erst noch den Eintritt bezahlen müssen. Unser Wunsch ist es, Elefanten zu finden. Also wählen wir den Weg zum Olifantsbad in der Hoffnung am Wasserloch welchen zu begegnen. Leider bleibt unsere Elefantensuche erfolglos. Schließlich müssen wir schnellstens aus dem Park hinaus.

Doch dann passiert es. Vier Löwen liegen nahe der Straße in der Steppe im Sonnenuntergang. Plötzlich kommt etwas von der Straße entfernt eine Löwin angelaufen. Auch diese bleibt im Sonnenlicht stehen. Noch näher geht es nicht - denken wir. Dass wir gleich am ersten Tag Löwen gesehen haben, halten wir für riesiges Glück. Die Zeit rast und wir müssen uns loseisen und eilen weiter. 15 Minuten für 40km bis zum Gate. Das ist nicht zu schaffen. Das zweite Unglück naht. Ein riesiger Elefant. Er steht in der weiten Landschaft im Sonnenuntergang und frisst. Wir sind restlos begeistert und ahnen nicht, dass der Höhepunkt des heutigen Tages erst noch kommt. In der Glut der untergehenden Sonne stehen mindestens 10 Giraffen. Wir beobachten die Giraffen, die Zeit rast, aber das dürfen wir uns in diesen Lichtverhältnissen nicht entgehen lassen. Natürlich erreichen wir das Gate zu spät. Ein Ranger fährt bereits vor uns her und macht unmissverständlich klar, dass es jetzt keine Stopps mehr gibt. Die Leute am Gate sind auch nicht begeistert, weil sie wegen uns noch keinen Feierabend machen können. Aber mit viel Charme dürfen wir dann doch noch hinaus.

Zurück in unserem Camp gibt es ein herrliches Abendessen. Nach der Suppe als kleine Stärkung startet das schwarze Personal mit einer Gesangeinlage. Das ist eine sehr ergreifende Stimmung. Daraufhin wird das Büffet eröffnet. Es freut uns besonders, dass wir endlich einige der typisch namibischen Gerichte versuchen können. Ziemlich schnell verschwinden wir nach dem Essen in unser Zelt. Wir sind müde, erfüllt von den Eindrücken eines grandiosen Tages im Park und wollen morgen um 6Uhr zurück und natürlich auf Tierjagd mit der Kamera gehen.

Etosha Nationalpark - Tsumeb - 250km

Zebras im Etosha
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Zebras im Etosha

Nach einer etwas kühlen Nacht im Safari Zelt fahren wir wieder in den Etosha. Jedes Mal - egal wo man hin will, muss man Papierkram ausfüllen, einchecken und am Ende wieder auschecken. Aber so ist das in den Nationalparks und das hat auch den großen Vorteil, dass man gesucht wird, wenn man abends nicht wieder hinausfährt. So bekommt man früher oder später bei einer Panne auf jeden Fall Hilfe - ein beruhigender Gedanke.

Nach kurzer Zeit auf der Straße Richtung Okaukuejo stehen viele Autos am Straßenrand - eine Löwenmutter mit drei Kleinen ist zu sehen. Zunächst liegt sie mit ihren Kleinen in der Morgensonne nur etwa 2m vom Straßenrand entfernt. Nachdem wir beim Fotografieren leider die Hupe betätigen, steht sie auf. Dadurch kann man die Kleinen aber noch viel besser beobachten. Kurz darauf kommt eine einzelne Löwin direkt die Straße entlang. Eine der Parkregeln besteht darin, grundsätzlich nicht auszusteigen. Da ich die Löwin mit ihren Kleinen aber besser sehen wollte, habe ich mich auf den Türrahmen des Autos im geöffneten Fenster gesetzt und befand mich ziemlich weit außerhalb des Autos. Erst jetzt, als ich die einzelne Löwin bemerke, wird mir klar, wie leichtsinnig das war. Wenn sie gewollt hätte, hätte sie mich problemlos von hinten angreifen können. Schließlich entdecken wir auch noch ein Löwenpärchen. Die beiden legen sich auf den warmen Asphalt der Straße und sonnen sich. All das ereignet sich 3-4 Meter vor unserem Auto.

Doch plötzlich, von einem Moment auf den anderen, wird unser Männchen unruhig und rennt davon. Wir erkennen rasch den Grund: 6 weitere Löwen kommen uns entgegen. Das Weibchen schließt sich der neuen Gruppe an. Sie unterwirft sich einem der Löwen und wir haben das große Glück die beiden bestimmt 2 Stunden ganz nah beobachten zu können.
Löwe am Straßenrand
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Löwe am Straßenrand

Schließlich fahren wir weiter und treffen den Elefantenbullen von gestern. Er ist leider wieder ziemlich weit weg. Kurze Zeit später sehen wir zwei Elefantendamen - aber leider alles nur von Ferne. An den Wasserlöchern begegnen wir hunderten von Zebras. Ganze Herden überqueren vor und hinter uns die Straße. Viele Springböcke, Streifengnus, einen Schakal und auch ein paar Warzenschweine können wir entdecken.

Auf der Weiterfahrt treffen wir immer wieder auf Herden dieser Tiere. Es sind so viele Tiere, dass wir sogar hupen müssen, damit sie zur Seite gehen und wir weiterfahren können. Schließlich kommen wir zur Etosha-Pfanne ein weites, weißes, ausgetrocknetes Nichts. Doch in der Ferne entdecken wir dann tatsächlich Strauße inmitten der Pfanne. Auf uns wirkt das sehr unrealistisch. Doch dann großer Gegenverkehr: ein riesiger Elefantenbulle kommt ganz friedlich auf uns zu - doch die Größe ist bedrohlich. Also nichts wie den Rückwärtsgang rein und Flucht nach Hinten. Bei jedem Schritt schwingen die riesigen Ohren und er legt erschreckend große Distanzen mit einem Schritt zurück. Irgendwann biegt er in die Steppe ab und verschwindet. Nach einigen Schritten können wir das riesige Tier bereits nicht mehr erkennen.

Elefant im Gegenverkehr
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Elefant im Gegenverkehr

Später sehen wir noch eine Giraffenherde, viele Zebras und ganz in der Ferne entdecke ich sogar noch ein Nashorn. Leider ist es sehr weit weg. Wir begegnen noch zweimal Elefantenbullen - doch mit unserem ersten Erlebnis ist das nicht vergleichbar - und kurz vor der Ausfahrt des Parks noch einem Löwenpärchen.

Heute fahren wir pünktlich aus dem Park hinaus, da wir noch 100km zu unserer Lodge fahren müssen. Dies ist der einzige Tag, an dem wir nicht vor Dunkelheit unser Etappenziel erreichen. Ich habe nicht erwartet, dass wir alle unsere "Wunschtiere" zum Anfassen nah sehen würden. Sehr interessant ist es für mich, zu beobachten, wie sich unser Tierinteresse mit fortschreitendem Aufenthalt im Park verändert hat. Zunächst wollten wir nur die Großen sehen: the big Five, Zebras, Griaffen etc. Doch dann kam der Moment, an dem wir sagten: "schon wieder Zebras, lass uns weiterfahren". Unser Interesse galt mehr und mehr den kleinen, "unbekannten" Tieren.

In Uris-Lodge angekommen, genießen wir zunächst eine erfrischende Dusche, danach ein herrliches Abendessen in außergewöhnlichem Ambiente und eine erholsame Nacht in einem wunderschönen Zimmer.

Tsumeb - Windhoek - Rehoboth - 478km

Nach einem schönen Frühstück brechen wir in Richtung Windhoek auf. Unsere Strecke führt uns 500 Kilomter auf geteerter Straße durch das Land. Es ist langweilig und öde. Außer einigen Warzenschweinen, einer Elenantilope und ein paar Affen gibt es nichts zu sehen. Ich komme unterwegs auf die Idee, unsere Gratisnacht am Oanob Staudamm einzulösen. Das ist allerdings nicht ernst gemeint. Es wird aber ernst. Nach 600km kommen wir schließlich am Staudamm an. Doch leider will von diesem Angebot jetzt niemand mehr etwas wissen. Man redet sich heraus, das Angebot würde nur für zwei aufeinanderfolgende Nächte gelten. So wurde uns das vor einer Woche definitiv nicht gesagt. Großzügigerweise dürfen wir dann zum Preis der namibischen Bevölkerung übernachten. Dieses Erlebnis hat unseren Gesamteindruck von Namibia leider etwas getrübt. Sagen muss man dennoch, dass Landschaft und Lage des Resorts am Oanob Staudamm wunderschön sind.

Rehoboth - Windhoek - Weiterflug Kapstadt - 114km

Nach Packen und Putzen geht es nach Windhoek. Nachdem wir uns die wenigen Sehenswürdigkeiten angesehen haben und es sehr warm ist, machen wir eine Pause am Auto, um etwas zu trinken. Unser Parkwächter sieht meine fast volle Cola Flasche und will einen Schluck. Wir gehen darufhin los und kaufen ihm eine Neue (dann ist auch das Auto besser bewacht). Er erzählt uns, dass er seinen Platz nicht verlassen kann, da sonst der nächste kommt, um die Autos zu bewachen. Windhoek ist ganz nett aber sehr teuer. Ich erstehe einige Souvenirs und dann geht es los zur Autowaschanlage. Sechs Schwarze putzen das Auto und ein Weißer passt auf, dass sie arbeiten. Laut Tankstellenbesitzer taugen die Sans nicht. "Er importiert immer Zulus. Das sind die besseren Arbeiter". Solche Aussagen machen einen schon recht nachdenklich. Wir können aber auch beobachten, dass die Arbeit sofort eingestellt wird, wenn er nicht aufpasst. Das Auto ist am Ende auf jeden Fall blitzeblank. Auf dem Weg zum Flughafen sehen wir noch einige Affen. Bei der Autorückgabe erfolgt eine sehr genaue Kontrolle - Macken, Steinschlag ... Zum Glück ist unsere Vermieterin sehr zufrieden und erzählt, dass 7 von 10 Autos eine Reifenpanne haben und ansonsten neue Windschutzscheiben benötigt werden. Wir tauschen unser übriges Geld um, füllen wieder eine Zolldeklaration aus und versuchen dann unsere letzten zwanzig Namibiadollar loszuwerden. Das erweist sich als schwierig, da wir wegen des Weiterflugs nach Südafrika keinen Alkohol kaufen dürfen. Schließlich finde ich noch eine Kerze und der Rest verlässt illegalerweise mit uns das Land.

Bildergalerie

Über 3000 Bilder sprechen für sich. Eine ganz kleine Auswahl:


Fazit

Löwenfamilie im Etosha
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Löwenfamilie im Etosha

Namib(ia) - Ort wo nichts ist.


Das stimmt für mich bestimmt nicht! Für mich ist

Namibia - Staub, unendliche Weite, freundliche, bildhübsche Menschen.

Namibia - Ort, an dem das Leben begann.


Ich kann mir dafür keinen besseren Ort vorstellen. Sanfte Hügel, Steppe, Weite so weit das Auge reicht. Farben in grau, gelb, orange, braun Tönen. Ursprünglichste Natur und ursprünglichste Tiere. Elefanten, Löwen, Giraffen und Zebras passen bestens in diese unberührte Welt. Hinter jeder Ecke könnte ein San mit Lendenschurz und Speer hervorkommen. Genauso wie jederzeit die Tiere vor einem stehen können. Alles ist friedlich und bietet so viel Platz und Raum. Keine Hektik. Beruhigende Farben, wellige Landschaft...
Der Ursprung des Seins! Nicht umsonst gehört ein großer Teil Namibias zum Gondwana.

Allgemeine Informationen und Links

Autovermietung in Windhoek. Hier werden verschiedene Autotypen angeboten. Großes Angebot an 4x4 mit vollständiger Campingausstattung (deutschsprachig): http://www.ascocarhire.com


Nationalparks:
Hier eine Übersicht der Parks: http://www.expertafrica.com/country/Namibia.htm Wer innerhalb der Parks (Etosha, Sossusvlei, Caprivi etc) übernachten will, muss unbedingt im Voraus reservieren. Da die Parks staatlich sind, ist die Reservierung vor Ort nicht möglich. Hier die Adresse: http://namibiahotels.net/nwr/
Im Etosha Park ändern sich die Öffnungszeiten täglich. An den Gates ist eine Tafel mit den Zeiten angebracht. Im August ist der Park etwa von 6.15 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet; im namibischen Sommer natürlich länger. Pünktliches Verlassen des Parks ist sehr wichtig.

Die Sossusvlei kann von 5.30 Uhr bis 18.30 Uhr befahren werden. Das Gate wird pünktlich geschlossen. Man sollte eine knappe Stunde Fahrt vom 4x4 Parkplatz bis zum Gate einplanen. Eine Reservierung des Campingplatzes in Sesriem oder auch von Lodgen in der direkten Umgebung ist hier möglich: http://www.namibiareservations.com/accommodatione.html
Auf dieser Webseite finden Sie auch viele Adressen zu anderen Gebieten Namibias.

Die Robbenkolonie Cape Cross ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.


Malaria: Wir waren im August in Namibia und hatten absolut keine Probleme mit Stechmücken. Selbst an stehenden Gewässern (Oanob Stausee) gab es keine Insekten. Dennoch hatten wir vorsorglich eine Packung Malarone in der Reiseapotheke. Weitere Informationen zu Malaria


Am Flughafen gibt es einen Hotelführer "Where to stay in Namibia". Dort sind fast alle Unterkünfte und Lodgen mit Adresse, Telefonnummer und Preis aufgeführt. Wir sind ohne Reservierung nach Namibia geflogen und haben jeden Abend ein Dach über den Kopf gefunden. Bei meinem nächsten Besuch werde ich allerdings die Unterkünfte reservieren. Wer dies von Deutschland aus erledigen will, hier eine tolle Webseite mit allen Unterkünften: http://www.orusovo.com/accommodation/alphalist.htm
Eine weitere Webseite, die sehr viele verschiedene Unterkünfte beschreibt, ist folgende: http://www.abendsonneafrika.de/index.php?Nav=1350&PHPSESSID=

Allgemeine interessante Informationen über Namibia sowie verschiedene Unterkünfte und deren Bewertungen finden Sie auch hier: http://www.stefan-loose.de/update/de/namibia.htm


Fast das ganze Land besteht aus Gravel Roads. Das Fahren ist langsam und es können keine riesigen Distanzen an einem Tag überwunden werden. Es ist immer notwendig ausreichend Flüssigkeit im Auto zu haben, so dass man auch im Fall einer Panne keine Schwierigkeiten mit dem Wasserhaushalt bekommt. Nach einigen Stunden kommen in der Regel immer Menschen vorbei, die einem weiterhelfen. Besonders im Damaraland stehen immer wieder Kinder und Frauen an der Straße und winken. Sie wollen und brauchen Wasser. Daher auch immer einige Flaschen zum Verschenken einkalkulieren.


Wer etwas ganz besonderes Erleben will, sollte Zeit für einen Rundflug über die Sossusvlei einplanen. Die Flüge starten in Swakopmund und werden von verschiedenen Veranstaltern angeboten. Hier einige Webadressen:
http://www.scenic-air.com/
http://www.namibiareservations.com/scenic_flightse.html
http://www.africa-adventure.org/p/pleasureflights/deutsch.html
http://www.natron.net/tour/aviation/main.html
http://www.pleasureflights.com.na/german/scenic.htm
http://www.flyinafrica.com/rundfluge.htm
http://www.bush-bird.de - dieser Anbieter startet auch von anderen Lodgen, wenn Sie dies wünschen.


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