Tag 6 bis 10
Aus CaiaWiki
Inhaltsverzeichnis |
Chobe River Front - Kasane
Bei Dunkelheit kriechen wir aus dem Schlafsack und schlüpfen in unsere feuchtklammen Kleider. Kurz vor sechs Uhr erreichen wir den Eingang zum Park. Als erstes begegnen uns zwei Löwinnen mit ihren sechs Kleinen. Sie sind satt und liegen behaglich im Dreck, während sich die Geier über die Reste hermachen. Da die Löwen mehr braun als gelb sind vor Dreck, wäre ein Bad im kühlen Fluss dringend angebracht. Auf unserer Weiterfahrt treffen wir auf viele Springbockherden. Plötzlich entdecken wir auf einer Insel im Chobe vier weitere Löwinnen. Auch sie sind müde und liegen in der Sonne um zu schlafen. Im Wasser können wir die schwarzen Rücken der Flusspferde schimmern sehen und ab und an das weit aufgeklapptes Maul eines Krokodils. Plötzlich liegt ein großes Flusspferd mitten auf der Piste vor uns. Zuerst denken wir, es sei tot. Doch es schläft hier im Trockenen und wackelt immer wieder lustig mit den Ohren. In dieser Gegend gibt es wunderschöne, große Vögel zu entdecken. Und da wir sonst auf keine Tiere treffen, beginnen wir mit der Vogeljagd. Manche fliegen leider sofort davon, wenn wir uns ihnen nähern. Gegen Mittag machen wir im Schatten eines großen Mopanebaums Pause und beobachten Schwanzmäuse. Später stellt sich heraus, dass die von uns bezeichnete Schwanzmaus in Wirklichkeit eine Ratte ist. Dennoch, sie ist ein süßes kleines Tier. Gegen 14 Uhr treten wir wenig erfolgreich den Rückweg an. Wo sind die Herden hunderter Elefanten und Büffel, wo all die Löwen und Geparden?
Endlich sehen wir fünf Elefanten. Sie fressen gemählich die Blätter der umstehenden Bäume ab. Einer versucht sogar mit Rüssel und Stoßzahn den Baum umzureißen. Kurz darauf kommt eine Herde mit spielenden Kleinen. Es gibt sie also doch, die Herden! Auf der Weiterfahrt sehen wir von jetzt an ständig Elefantenherden - auch sehr Große mit bis zu 40 Tieren. Sie trinken, fressen, bewerfen sich mit Staub und duschen; ein Spektakel im Fluss. Von allen Seiten strömen die Tiere zum Wasser. Manchmal müssen wir mit dem Weiterfahren warten, weil die Familie direkt an der Straße steht und uns der Bulle argwöhnisch beobachtet. Kurz darauf spazieren zwei große Herden Giraffen Richtung Wasser. Doch leider sind sie sehr scheu und nehmen reißaus als wir näher kommen. Springbock- und Elefantenherden nehmen kein Ende. Am gesamten Fluss wimmelt es jetzt von Elefanten. Obwohl es schon zu dämmern beginnt, beschließen wir noch einmal an die Stelle zu fahren, an der wir morgens die Löwinnen mit den Kleinen gesehen haben. Sie wohnen tatsächlich dort in einem Busch und fressen gerade zu unserer großen Freude einen Springbock. Wir sind das einzige Auto bei den Tieren. Doch die Krönung des heutigen Tages steht uns noch bevor: die Kleinen beginnen zu toben, zu spielen und zu schmusen. Zwischendurch machen sie immer wieder eine kleine Fresspause, kommen wieder aus dem Busch heraus, um weiter zu spielen. Doch leider wird es Nacht. Wir fahren nach einem tollen Tag zur schönen Kubu Lodge. Dort bemerken wir durch Zufall, dass unsere Uhrzeit nicht mit der Botswanischen übereinstimmt. Es gibt also einen Zeitunterschied zwischen Namibia und Botswana. Nachdem das Zelt aufgebaut ist und wir festgestellt haben, auf einem schönen sauberen Campingplatz gelandet zu sein, gehen wir zum Abendessen. Das Restaurant ist sehr stilvoll und schön und das Essen sehr gut. Saswaa - vielleicht kann man es als geschreddertes Rindfleisch beschreiben - ist zwar nicht ganz mein Fall, aber dennoch gut. Leider müssen wir jetzt aus der sauberen Welt zurück in unser Stink-Staub-Zelt. Naja, noch fünf Nächte, dann ist es geschafft und wir müssen nicht mehr im Zelt schlafen.
Bootsfahrt auf dem Chobe
Wir beschließen, heute nicht in den Park zu fahren, da der gestrige Tag wohl nicht zu überbieten ist. Wir schlafen daher aus und duschen uns nach fünf Tagen mal wieder - aus meinen Haaren fließt ungelogen braunes Wasser. Nach der Dusche fühle ich mich wie neu geboren. Doch jetzt kommt das Auto dran. Es ist alles so staubig, dass man nichts mehr anfassen kann, ohne schmutzig zu werden. Ein staubdichtes Auto ist in so einem Gelände absolut notwendig. Nach unserer putzaktion frühstücken wir - ohne Tee, da der Kocher ja defekt ist. Bei unseren Aktivitäten werden wir die ganze Zeit von neugierigen Meerkatzen beobachtet, die auch nicht davor zurückschrecken unsere ausgeräumten Gegenstände zu klauen. Da wir zeitig fertig sind, wandern wir noch am Zambesi entlang, bevor unsere Bootstour auf dem Chobe beginnt. Viele Leute gehen auf Bootstour. Wir fahren mit dem letzten Auto - einem geschlossenen Bus und nicht im offenen Safarijeep - und sitzplatztechnisch befürchte ich schon das schlimmste. Zunächst sieht es dann tatsächlich ganz schlecht aus. Zwei Plätze in der Mitte des Bootes, von denen man schlecht sieht, sind noch frei. Doch plötzlich ergibt sich ein geschickte Verschiebung und wir sitzen ganz Vorne in der Mitte und bzw. am Bootsrand dahinter. Das sind zwei Topplätze. Wir fahren in ganz flachen Booten 30cm über dem Wasserspiegel. Zunächst sehen wir viele Vögel, Impalas, eine Büffelherde und sind dann 2m nah an einem Krokodil. Die Perspektive ist hier eine ganz andere und man kommt richtig nah an die Tiere heran. Auch Rieseneidechsen sehen wir ganz nah. Ein Vogel pickt diesem Nesträuber aus Wut in den Schwanz, woraufhin jener richtig in die Luft hüpft. Wir sehen den "Schnorchelvogel" wir er durch den Fluss schwimmt und später seine Flügel in der Sonne trocknet. Viele Elefantenherden kommen aus allen Richtungen ans Wasser. Heute sehen wir sie von der anderen Seite. Nach und nach fahren wir in die Flusspferdgegend. Hoffentlich.... Mein großer Wunsch ist es, zu sehen, wie die Tiere das Maul aufreißen. Und tatsächlich: einige der trägen Tiere setzen sich in Bewegung und stehen auf. Wenn dann ein Grunzen zu hören ist, reißt irgendeines sein Maul auf. Genial! Wir dürfen dieses Spektakel mehrfach beobachten. Das ist herrlich! So schön habe ich mir das nicht vorgestellt. Viel zu früh geht es weiter zu den Elefanten. Auch hier ist alles friedlich und harmonisch. Eine Stille und Ruhe liegt in der Luft. Keine Bösartigkeiten. Leider wird es allmählich dunkel. Auf dem Rückweg stoppen wir glücklicherweise noch einmal bei den Flusspferden. Jetzt dürfen wir das Schauspiel der offnen Mäuler sogar bei untergehender Sonne genießen. Das ist wunderschön! Auf dem weiteren Rückweg werden wir noch recht feucht, während wir über den Chobe flitzen. Vorbei ist es mit warmer Luft. Richtig kalt ist es geworden.
Kasane - Zimbabwe: Victoria Falls - Kasane
Um 8.30 Uhr brechen wir zu den Victoria Falls in Simbabwe auf. Richard - sein afrikanischer Name ist Nsiwa - fährt uns. Er ist ein lustiger Kerl, mit dem wir den ganzen Tag viel Spaß haben. Da sehr viele Touristen nach Simbabwe wollen, erwartet uns an der Grenze langes Anstehen sowie der übliche Papierkram, bis wir schließlich das Visum haben. Weiter geht es nun zur Victoria Falls Town. Unterwegs sehen wir immer wieder Impalas und Elefanten. Simbabwe scheint immer noch ein sehr tierreiches Land zu sein. Am Zusammenfluss von Zambesi - Chobe und Impalila halten wir kurz an und bestaunen die gewaltigen Wassermassen, die hier aufeinandertreffen. In Victoria Falls Town überholen wir auf der rechten Spur den Grenzverkehr nach Zambia, mieten uns Regenjacken und los geht es. Gezahlt werden kann hier in jeder Währung, also auch Euro oder Dollar. Das Klima an den Victoria Fällen ist feucht und tropisch. Die Gischt hüllt uns ein wie Nebel und wir werden völlig durchnässt. Das Rauschen der Wassermassen ist unglaublich. Immer wieder entdecken wir schöne Regenbögen, die sich über die Schluchten spannen. In mal kürzeren und längeren Abständen werden wir geduscht, während wir den Blick entlang der 100m tief stürzenden Wassermassen gleiten lassen. Das Klima ist anstrengend. Wir sind froh um den Schatten des tropischen Regenwaldes rund um die Schluchten. Viele Affen sind hier unterwegs auf der Jagd nach Nahrung. Ein Affe stiehlt einer Familie den Ball und trägt ihn ins Unterholz. Doch der Familienvater gibt nicht auf. Wahrscheinlich fürchtet er das Geschrei der Kinder. Jedenfalls schafft er es letztendlich dem Affen den Ball wieder abzujagen. Immer wieder tun sich neue Schluchten auf, in denen das Wasser mit Getöse verschwindet. Ich wäre gerne noch auf die zambische Seite gegangen. Doch dazu hätten wir erstens noch ein Visum benötigt und zweitens Zeit. Nsiwa wartet schon auf uns und bringt uns zum Mittagessen. Im Restaurant ist es wie in der DDR. Alles, was wir wollen, gibt es nicht. Ein Service ist nicht zu erkennen. Zahlen können wir aber auch nicht. Selbst dazu besteht kein Interesse. Nsiwa möchte auch noch etwas essen. Eigentlich dachte ich, dass sich Schwarze untereinander nicht benachteiligen. Doch von wegen. Er wird einfach nicht beachtet mit seiner Bestellung. Wir erkennen, dass die Rechnung nie kommen wird und zahlen direkt an der Bar. Das nächste Problem ist das fehlende Wechselgeld. Wir bezahlen also in Pula und bekommen Dollar zurück. Eine Währungsschlacht ohne Ware ist das hier. Schlimm sind die bettelnden Kinder auf den Straßen und als Kontrastprogramm die Lodgen. Da prallen Welten aufeinander. Der urtümlichste Baum ist der Baobab - der Affenbrotbaum. Wie ein Fingerzeig erhebt er sich in der weiten Landschaft. Eine Legende der San beschreibt des ruhelosen Geist des Baobabs - dem Baum habe der Ort nicht gefallen, den die Götter ihm zugewiesen hätten. Deshalb sei er auf der Suche nach einem besseren Platz rastlos umhergewandert. Die Götter seien so erzürnt darüber gewesen, dass sie den Baum mit den Wurzeln nach oben in den Boden gerammt hätten. Kurze Zeit später stehen wir vor einem gigantisch großen Baobab. Anscheinend kann man aus dem Pulver der Baobabfrucht, wenn man es mit Milch mischt, eine Art leckeren Jogurt machen. Zu meiner Freude wachsne hier auch Leberwurstbäume. Die Früchte gleichen tatsächlich der uns bekannten Leberwurst aus der Metzgerei.
Zuletzt erwartet uns noch ein Besuch auf dem Curio Markt. Auch hier zahlen wir in Pula und erhalten Dollar als Wechselgeld. Auf dem Markt geht es zu wie auf allen afrikanischen Märkten. Jeder will einem alles verkaufen und bietet natürlich das beste Geschäft an. Wir sehen zwei schöne Holzschüsseln und wollen diese kaufen. Nach einigem hin und her sind wir uns über den Preis einig. Doch dann kommt schon das nächste Problem: zahlen. Es gibt einfach kein passendes Rausgeld. Er will uns weismachen, dass der Wechselkurs für Euro und Dollar identisch sei. Doch darauf lassen wir uns nicht ein. Wir entscheiden, dass wir nur eine Schüssel kaufen. Doch plötzlich will er uns beide Schüsseln zum Preis von einer geben. Wir bezahlen daraufhin mit einer Mischung aus Euro und Dollar. Das war ganz zu Anfang auch schon unser Vorschlag gewesen, doch darauf wollte er sich zu dem Zeitpunkt nicht einlassen. Auf dem Rückweg nach Botswana sehen wir sehr viele Tiere. Kudus, Elefanten und Giraffen kreuzen die Straße. An der Grenze müssen wir durch eine Maul-und-Klauen-Seuche-Kontrolle. Wir laufen über eine mit spezieller Flüssigkeit getränkte Matte, während sich das Auto einer Unterbodenwäsche unterzieht. Die Ausreise erfolgt überraschend schnell - ohne Papierkram. Die Einreise nach Botswana bedeutet dann doch wieder Formulare ausfüllen. Dass die Unterschiede der beiden Länder, was Leben, Bezahlung etc.angeht, so groß sind, hatte ich nicht erwartet. Erschreckend, was ein einziger Mann aus einem ganzen Land machen kann...
Kasane - Grenzübergang Namibia - Popa Falls - 429km
Als wir am nächsten Morgen aus unserem Dachzelt krabbeln tollen sehr viele Affen und Mungos um unser Auto herum. Das sind schon drollige Tierchen. Einer der Affen verspeist ein altes Brötchen und ein anderer die Zwiebel, die ich kurz zuvor in den Mülleimer geworfen habe. Heute können wir endlich wieder einen Tee kochen. Wie haben auf unserer Victoria Falls Tour erwähnt, wie schlecht unser Auto ausgestattet ist, dass wir überall Staub haben, das Dachzelt nach Toilette stinkt und sich zu allem Überfluss auch noch der Kocher verabschiedet hat. Nach der Tour kamen unsere netten Nachbarn zu uns und meinten, sie hätten einen ensprechenden Aufsatz um den Staub aus dem Kocherventil zu blasen. Gesagt, getan, es gibt wieder Warmes. Bei dieser Gelegenheit haben wir gleich noch deren Autos unter die Lupe genommen: kein Staub, Schubkästen im Kofferraum, um Gepäck ordentlich zu verstauen, gutes Werkzeug und sogar einen Kompressor für die Reifen. Wir müssen unsere von Hand aufpumpen, was praktisch unmöglich ist. Daher können wir auch nie den Reifendruck dem Untergrund anpassen. Als wir nach dem Preis fragen, erfahren wir noch, dass wir bald ein drittel mehr für unser schlechtes Auto gezahlt haben..... Somit wurde aus Asco Car Hire - Fiasco Car Hire. Während des Frühstücks können wir Affen und Mungos direkt am Tisch beobachten und müssen aufpassen, dass sie uns nichts klauen. Ein Vogel ergreift dann die Gelegenheit beim Schopf und pickt sich ein Stück Butter aus unserer Butterdose. So was! Auf zum Supermarkt. Zu unserem Leidwesen gibt es dort wieder nur pampiges Toastbrot. Allerdings ist es hier nicht einmal geschnitten. Hinter der Kasse entdecken wir dann eine Schneidemaschine. Nach einigem Hin und Her haben wir das System erkannt und bekommen geschnittes Brot. Nach einem kurzen Tankstopp untersuchen wir noch einmal genau unsere Reifen. Wir mussten feststellen, dass sie sich nach und nach auflösen. Wir hoffen nun, dass sie die über 1000km bis Windhoek auf geteerter Straße noch überstehen. An der Grenze zu Namibia müssen wir lange warten, da nur eine Beamtin für Aus- und Einreise zur Verfügung steht. Aber schließlich ist es geschafft und wir beginnen unsere Fahrt durch den Caprivi Strip. Der Strip entpuppt sich als eintönig. Außer einer großen Elefantenherde sehen wir hunderte Kilometer nichts. Die Straße verläuft schnurgerade. Autos treffen wir hier fast keine. Die Welt scheint stehengeblieben zu sein. Wir fahren an vielen Kraalen der Schwarzen vorüber. Das sind meist sehr ordentliche Hütten, die von einem Schilfzaun umgeben sind. Die Hütten sind aus Astwerk geflochten und mit Lehm verputzt. Auch die Tiere haben alle Ställe und es gibt innerhalb eines jeden Zauns ein Rundgebäude, in dem ich die Toilette vermute. Es gleicht einer Schnecke aus Schilfstangen ohne Dach. Umgeben werden die Haus- und Hüttenansammlungen von besagtem Zaun und bilden einen Hof. Die Frauen tragen Wasser und anderes auf den Köpfen. Die Männer hüten das Vieh. Es gibt sogar Wasserpumpen in dieser Gegend. Immer wieder kommen wir an Wegweisern zu Kliniken oder auch an Schulen vorbei. Langes gelbes Gras wächst im Caprivi Strip. Die Frauen schneiden dieses und bündeln es. Man könnte von einer Art "Grasindustrie" sprechen. Mit diesem Gras werden die Dächer der Lehmhütten gedeckt. Viele Lodgen in Namibia sind aber ebenfalls mit diesem Gras gedeckt, so dass man wirklich von Industrie und Arbeitsplätzen sprechen kann.
Gegen Abend erreichen wir die Popa Falls - ein Witz im Vergleich zu den Victoria Fällen - aber schön gelegen. Wir zelten direkt am Okavango im Popa Falls Resort. Sobald es dämmrig wird, kriecht die Feuchte aus dem Wasser. Morgen werden das Zelt und die Kleidung wieder richtig schön nass sein. Bei einem Ranger besorgen wir uns noch Feuerholz für einen gemütlichen Abend. Da wir keine Lust auf Chakalaka haben, gehen wir im Restaurant essen. Doch heute gibt es ausnahmsweise erst ab 18 Uhr Strom. Wir warten und warten und um 19 Uhr beschließen wir, dass es wohl doch Chakalaka sein muss. Als wir die Getränke bezahlen, geht das Licht an. Wir entscheiden uns für ein Kudusteak, das leider aufgrund immer wieder ausfallenden Stroms sehr zäh wird. Zurück am Zelt verzichten wir auf unser Feuer und kriechen in die Schlafsäcke.
Popa Falls - Tsumeb
Weiter geht unsere Fahrt durch den Caprivi. Wenn man auf der geteerten Straße fährt, wird einem bewusst, wie sehr sich unser Auto durch die heftigen Sandpisten kämpfen musste und wie knapp wir manchmal vom Eingraben entfernt waren. Auch hier, im West Caprivi - arbeiten die Schwarzen, in dem sie Gras bündeln. Das Gras wird in gewissen Zeitabständen von LKW's abgeholt. Mittlerweile werden aber auch Schnitzerein und Töpferwaren angeboten. Auch Obst kann man am Straßenrand kaufen. Entlang der Straße sind überall Siedlungen. 100km vor Grootfontain kommt ein Veterinär Check. Es scheint die Tür in eine andere Welt zu sein. Von einem Meter auf den anderen ändert sich das Leben und Landschaftsbild Namibias vollständig. Es leben keine Schwarzen mehr entlang der Straße, sondern die Landschaft weitet sich namibiatypisch. Der Caprivi mit seinen Büschen war langweilig und eintönig. Das weite Land wirkt ganz anders. Da wir in der Gegend sind, machen wir einen kurzen Abstecher zum Hoba Meteoriten. Unsere Sehnsucht nach einem weißen Bett, einer Dusche und Sauberkeit ist so groß, dass wir beschließen, die letzte Nacht nicht mehr in unserem ekelhaft stinkenden Zelt zu verbringen, sondern in einer Lodge zu übernachten. Wir kennen Uris Lodge bei Tsumeb vom letzten Jahr und wissen, was für schöne Betten uns dort erwarten. Wir bekommen zum Glück ein Zimmer und sind wieder begeistert von der schönen Lage und der exklusiven Ausstattung der Lodge. Leider enttäuscht uns das Essen aber auch bei unserem zweiten Besuch. Sauber gewaschen - Mensch und Hose - und endlich staubfrei liegen wir in einem weißen, warmen, weichen Bett. So ein Luxus! Kein Staub mehr um mich herum... Aber es gibt auch Nachteile: die Tiergeräusche fehlen: das Grunzen der Flusspferde und Singen der Vögel bei Sonnenaufgang.
| Zurück zum Start | Zurück zu Tag 1 - 5 | Zu Tag 11 - 15 |

